Freitag, 16. November 2007

Nichts als Steine und Duenen



nach eineinhalb wochen in marokko muss ich feststellen das kein land in dem ich bisher war vergleichbar ist. hier ist so wenig europaeisch und alles funktioniert ein wenig anders.
angefangen hat alles beim strassenbild von marrakesch. der verkehr und die abgase sind die hoelle. aber wenn man es auf den Djemaa el Fna (Versammlungsplatz der Getöteten) geschafft hat ist alles gut. hier trinkt man literweise orangensaft fuer ein paar cent oder speist mit einheimischen an einem der hundert staende. in den souks (die maerkte) begegnen mir gestalten wie aus einer anderen zeit: blinde bettler, kinder mit eselskarren, dickbaeuchige geschaeftsleute.
die landschaft suedoestlich des grossen atlas passt dazu. felsplateaus schliessen riesige ebenen ein in denen fast nichts waechst. aber wenn man irgendwo haelt braucht man meist nicht lang zu warten und ein kind kommt von irgendwo her. meist bekommt man halbedelsteine angeboten oder wird um einen stylo (stift) oder ein paar dirham gebeten.
an der algerischen grenze gibt meine batterie den geist auf. in einer sehr kleinen stadt bekommen wir in einer hinterhofwerkstadt tatsaechlich eine neue und die ist auch noch besser als die originale. joerg hat recht, denke ich, in afrika geht was. zwei tage spaeter falle ich im fesch fesch (sand so fein wie mehl) und mein startschalter verweigert den dienst. seitdem lasse ich die karre mit einer sicherheitsnadel an meinem handschuh an die ich auf die offenen schaltkontakte halte. so geht das hier nur und nicht schlecht.
die naechsten tage geht es wieder ueber den hohen atlas und zurueck nach marrakesch.



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